Frau Brüllen fragt "Was machst du eigentlich den ganzen Tag?". Ich denke, für mich ist die Teilname ein ein einmaliges Experiment. Meine Sozialisation macht mich als Tagebuchbloggerin untauglich.
Es ist Donnerstag und für mich ein normaler Arbeitstag.
Der Wecker steht auf 5:55 und tatsächlich stehe ich heute direkt auf. Yeah! Geht auch später (wird es auch oft), aber ich mag die Ruhe am morgen.
Nachdem ich im Bad war, wollen aber erst einmal die Jungs Aufmerksamkeit. Sie sind morgens immer ganz aufgeregt und wie ein Sack Flöhe. Es gibt Futter und ich nehme mir jeden kurz raus. Mit einem Auge muss ich aber immer beim Rest bleiben, damit keiner abhanden kommt. Granate ist da heute besonders kreativ.

Dann geht auf es auf die Matte. Dehnen und mobilisieren. Heute sind es 13 min. Dabei höre ich einen Podcast. "Wie du Mental stark durch eine digitale Welt navigierst". Ich bin mal wieder froh, dass ich eine analoge Jugend hatte.
Nach der Matte reflektierte und organisiere mich selbst ein bisschen und lese noch etwas Blogs.
Punkt 7:00 findet das leider ein Ende. Ab in die Straßenkleidung und los zur Arbeit. Schön über die Landstraße. Keine Ampeln, kein Stau. Toll.
Nachdem der PC wieder "ewig" gebraucht hat, kann ich mich um 7:31 einloggen. Wir haben bei uns im Nebengebäude leider kein Terminal dafür.
Da "ich eine Beratungsstelle“ bin und es diese Art von Beratung nur ein paar Mal gibt, kann und möchte ich nicht genau schreiben was ich auf der Arbeit mache. Über den Tag verteilt findet also immer mal wieder Beratung statt. Seit Corona meist per Telefon oder auch Mail. Persönlich eher selten. Ich mache aber auch Hausbesuche. Heute stehen keine Termine an. Also gar keine. Auch keine Sitzungen, Arbeitskreise, Netzwerktreffen, Fortbildungen oder sonstige Veranstaltungen/Treffen.
Die Zeit nutze ich für klientenbezogene Tätigkeiten, Berichte, Vorbereitungen für einen Vortrag, Weiterbildung, Netzwerken, ...
Zwischendurch bin ich im Hauptgebäude, erledige da Dinge und rede mit Kollegen (ich bin auch in der Mitarbeitervertretung).
Irgendwann morgens schaut der Reinigungstrupp vorbei und mittags bin ich in der Kantine verabredet. Heute ist Amerikanischer Mottotag. Entsprechend voll ist es. Ich esse unter anderem unglaublich leckeres Pulled Chicken und nehme eine zweite Portion Essen mit nach Hause. Dafür haben wir eigene "Näpfe".
Gegen 15:05 bin ich durch die Tür und fahre zum Stall.
Nele hat schlechte Laune und keine Lust sich zu bewegen - sie hat so ihre Wehwehchen und wir machen eigentlich nur noch Rentnergymnastik. Wir brechen nach 10 min ab und verlegen uns auf "gründliche Enthaarung". Es kommt ein kleiner Haufen zusammen. Ich nutze die gewonnene Zeit zum quatschen.

Während ich arbeiten war, wurde zuhause die Glasfaser "geschossen". Drinnen ist es schon wieder sauber. Draußen mache ich noch fix.
Dann ab unter die Dusche und Pause...
Leider stehen dann noch der (Online)Wocheneinkauf und der übliche Alltagskram an. Käfig sauber machen natürlich auch. Granate ist schon wieder wach und dreht ordentlich auf. Ich biete ihm eine Runde Auto an. Will er nicht. Rumrennen will er und raus klettern. Irgendwann sind alle wach, ich bin fertig und stecke die Vier in den Auslauf.

Inzwischen ist es 18:10 und ich fühle mich nicht wirklich nach Sport. Cardio ist eh immer "so ein Ding". Ich einige mich mit mir selber das Programm anzupassen. Statt Cardio Aerobic (mit Zügen von HIIT) also eine gemäßigte Form. In 30 min verbrenne ich trotzdem 219 kcal. Anschließend dehnen und kurz aufs Balance Pad. Puh. Zum Thema Sport schreibe ich die Tage mal was im Lebens ABC.
Danach wollte ich eigentlich noch Kleinkram erledigen (so Dinge, die man "auch mal" tun müsste), habe aber schnell keine Lust mehr und bekomme schlechte Laune. Vermutlich bin ich hangry. Mittagessen war ja schon um 12:30.
Ich mache mir meine Reste von gestern (Gnocchi mit Gemüse) warm und packe ordentlich Paprikaquark (omnomnom) dazu. Während das Essen warm wird, schnipple ich den Ratten schon mal Gemüse.
Es folgt was Abendentspannung und außerdem buchen wir noch Urlaub. Jippie!
Gegen 21:00 sammle ich die Jungs wieder ein. Inzwischen sind sie "schwer verhungert".
Ich blogge noch etwas und schaue in mein neues Buch rein (das hatte A. abends noch gebracht). Dann ist Schlafenszeit.
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