Kennt ihr Kloster Heisterbach? Falls nicht, geht ihr es euch vielleicht mal ansehen. Hübscher ist es dort auf jeden Fall bei schönem Wetter und wenn es grünt und blüht 😀
Es handelt sich hierbei um eine ehemalige Zisterzienserabtei im Siebengebirge. Heute befinden sich dort nur noch eine Ruine mit Parkanlage bzw. auf dem Gelände ein Haus für Schwangere und Alleinerziehende, ein Seniorenheim, ein Pflegestützpunkt und ein Restaurant.
In der Scheune und der Kirche dort finden mitunter Veranstaltungen statt.
Drumherum ist ein wirklich schönes Waldgebiet. Siebengebirge halt.
Wer mehr erfahren möchte kann hier gucken. Man kann dort auch Führungen machen. Da erfährt man sicher interessante Dinge.
Ich war tatsächlich noch nie des eigentlichen Ortes wegen dort. Mehr dazu weiter unten. Jetzt erst einmal ein paar Impressionen:

Mausoleum der Grafen zur Lippe-Biesterfeld

Zu dieser Tür gibt es eine Geschichte und eigentlich ist sie wohl auch immer zu. Diesmal war sie es allerdings nicht. Verlorengegangen ist aber keiner 😃

Der Mönch von Kloster Heisterbach - Eine Legende über die Realisation von Raum und Zeit.
"Ein Tag ist vor dem Herrn wie tausend Jahre und tausend Jahre wie ein Tag"
Dieser Bibelvers ging dem gelehrten Mönch Markus nicht aus dem Kopf. Grübelnd und zweifelnd soll er das Kloster durch diese Türe verlassen haben. Erst 300 Jahre später kehrte er zurücl. Die Klosterwelt erkannte erkaum mehr wieder. Diser Legende widmete der aus Königswinter stammende Lyriker Wolfgang Müller (1816 - 1873) das Gedicht "Der Mönch von Heisterbach". Seine Botschaft "Gott ist erhaben über Raum und Zeit" gilt bis heute.

Wer das Gedicht mal lesen mag, kann das mitunter hier machen.

Wieso Heisterbach?
"Nach den AVR (Arbeitsvertragsrichtlinien der großen Kirchen) haben Mitarbeitende Anspruch auf bis zu drei Tage Freistellung pro Kalenderjahr für Exerzitien. Diese geistlichen Auszeiten dienen der inneren Einkehr, Regeneration und Stärkung für den Berufsalltag."
Mein Arbeitgeber organisiert selbst solche Tage. Inhaltlich stehen sie in der Regel unter einem Thema und sind so gestaltet, dass diese eigentlich von jedem Mitarbeiter (egal ob gläubig oder nicht) gewinnbringend genutzt werden können.
2025 war das Überthema "Kraft". Inhaltlich ging es um Fragen wie "Was gibt mir Kraft?" "Was macht mich kraftlos?" "Wo lasse ich Kraft?" "Was brauche ich, um in meiner Kraft zu bleiben?" "Wo kann ich mich auf meine Kraft verlassen?". Aber auch die "körperliche Kraft" und das "sich Ausprobieren" waren Thema.

Mit dazu gehört immer eine längere Spazierwanderung mir einem "Überthema". Alles kann, nichts muss.

Sollte man vorgegebenen Wegen wirklich immer strikt folgen? Sehr ihr einen Unterschied ob euch der Weg auferlegt wurde oder ob ihr selbst gewählt wurde? Gibt es hier überhaupt schwarz oder weiß oder nur ein "kommt darauf an"?
Für manche Hindernisse und Abgründe lassen sich vielleicht auch andere Wege finden diese zu überwinden?

Kennt ihr Exerzizientage? Habt ihr selbst schonmal welche gemacht?