Die liebe Silke hat zu einer Blogparade aufgerufen. Nachdem ich erst nur interessiert gelesen habe, sind nun ein paar Gedanken zu dem Thema rausgepurzelt. Bis die dann aber online gelandet sind... es hat etwas gedauert. Ich finde das Thema "schwierig" und habe "solche und solche Phasen". Mal denke ich "raus damit" und dann wieder "neeee". Nun endet die Blogparade aber heute und geschrieben ist geschrieben. Also raus damit:

Müssen, können, sollen, dürfen, wollen...
In der Theorie muss man erst einmal gar nichts – außer sterben. Das wissen wir ja eigentlich alle. In der Praxis sieht das anders aus. Da ist das Wort „muss“ fest verankert. In der Regel mit „ich“ oder du“. Bei mir ist es eher „ich muss“. Meistens nutze ich es, wenn es etwas zu tun gibt, auf das ich aber keine Lust habe. Was ich nicht sonderlich mag. Was lästig ist. Wo ich mich „zu verpflichtet“ fühle. Wieso tue ich es dann?

Für mich gibt es da definitiv so etwas wie eine „wenn-dann-Komponente“. Wenn ich ausgeschlafen sein möchte, dann muss ich früh ins Bett gehen. Wenn ich in einem (einigermaßen) stinkfreien Arbeitszimmer sitzen möchte, dann muss ich den Rattenkäfig sauber machen. Wenn ich etwas sauberes anziehen möchte, dann muss ich die Wäsche waschen... (oder ich beauftrage jemanden der es tut). Dann muss ich aber mehr Geld verdienen um es bezahlen zu können. Die Beispiele sind unzählig.

Irgendwann häuft man als Erwachsener irgendwie auch immer mehr größere "Themen" an. Job, Haus/Wohnung, Garten/Balkon, Tiere, Partner, Kinder, Auto, Hobbys ... sie bringen alle Verpflichtungen mit sich. Zumindest im gewissen Maße. Wenn ich ein Tier in Obhut nehme, dann habe ich die Pflicht mich anständig drum zu kümmern. Ohne wenn und aber. Sonst muss ich es an jemanden geben der das kann und will (das sieht bei weitem leider nur nicht jeder Mensch so). Bei einem Auto sehe ich das lockerer. Tanken/Aufladen wäre schon durchaus sinnvoll. In die Werkstatt bringen auch. Sauber machen? Mjaaa. Es funktioniert in der Regel auch prima, wenn es dreckig ist. Das ist auch bei einem Haus der Fall. Putzen oder aufräumen? Da hat jeder sein Maß. Das kann mitunter sehr unterschiedlich ausfallen. Wenn das Dach undicht ist oder ein Rohr platzt, ist das allerdingsbeher schlecht. Aber wenn ich nicht staubsauge oder aufräume? Passiert erst einmal nix.

Gesund essen und Sport machen? Hm. Selbstverpflichtung? Idealvorstellung? Oder vielleicht doch auch eine Art „körperliche Notwendigkeit“ ohne die man/frau nicht wirklich (gut) durch den Tag kommt? Bei dem einen so, bei der anderen so. Bei mir irgendwie „dummerweise“ auch körperliche Notwendigkeit. Irgendwie muss sich selbst ja am laufen halten.

Oft bin ich geneigt zu funktionieren, habe aber auch dennoch immer wieder Durchbrüche von „Einenscheissmussich“. In manchen Bereichen mehr (Garten) in anderen Bereichen weniger (Tiere!).

Meistens ist es kein schwarz oder weiß. Eher heute ein Mausgrau und morgen ein Steingrau. Und manchmal nervt einfach nur alles was auf Erledigung wartet. Egal was.


Hinweis: Sollte der Eindruck entstehen, dass ich für etwas Werbung mache, dann möchte ich versichern keinerlei Vergütung oder Auftrag erhalten zu haben. Bei allem was ich hier zeige und schreibe handelt es sich rein um meine eigene Intention und Meinung.